Mareike Erdmann

Gemeinde Osten - Listenplatz 2

Samtgemeinde Hemmoor - Listenplatz 15

 

Soziales Miteinander - über Generationen hinweg

In unserer, von elektronischen Geräten geprägten Zeit, stelle ich mir immer wieder die Frage nach sozialen Kompetenzen, die für meine Eltern bei der Erziehung noch ganz wichtig waren. Wichtig sind diese Kompetenzen den heutigen Eltern ebenso wie früher, gar keine Frage – nur die Zeiten haben sich geändert, und mit ihr Ansichten und Meinungen. Damals haben wir auf den Straßen gespielt, haben uns gegenseitig besucht und es war das Größte, Oma und Opa zu besuchen. Gespannt lauschten wir ihren Geschichten von früher. Als Kinder kannten wir keine Langeweile. Irgendjemand war immer zum Spielen da. Und heute? Das Freizeit- und Konsumverhalten ist ein ganz anderes geworden. Wir hatten keine Smartphones, Konsolen oder Computer. In unseren Kinderzimmern stolperte Mutti über Plüschtiere, Puppen, Autos und Bücher. Genau, Bücher! Früher haben wir sie gelesen, heute hören wir sie. Wie gesagt, die Zeiten haben sich geändert. Ich weiß, ich erzähle Ihnen nichts Neues.

 

Aber was ich sagen möchte, und wofür ich stehe, geht in eine andere Richtung, aufbauend auf dem Erfahrungsschatz unserer älteren Mitmenschen. Wir hier auf dem Land können wir uns glücklich schätzen, hier leben Jung und Alt ohne Isolation zusammen, oft sogar unter einem Dach. Aber in den Städten? Und, wird sich dieser Trend bis zu uns ausweiten? Ich hoffe nicht. Aber dennoch es gibt sie, einsame Menschen aller Altersklassen, mitten unter uns. Die Frage ist, wie wir die Menschen zusammenbringen. In unseren Vereinen geben die erfahrenen Mitglieder ihre Erfahrungen und ihr Wissen an den Nachwuchs weiter und die Jüngeren bringen Schwung in die „Bude“. Das ist eine sogenannte Win-win-Situation. So war es damals in den Großfamilien und so sollten wir unsere Gemeinde betrachten: als große Familie, als Ganzes. Wir haben hier einen wunderschönen Lebensraum, herrliche Orte, an denen man sich treffen kann. Jeder Mensch muss die berühmten tausend Worte am Tag loswerden. Ich denke, wir sollten uns einfach mal die Zeit nehmen und zuhören. Wir tun diesen Menschen einen riesigen Gefallen und, wer weiß, vielleicht profitieren Sie sogar davon.

 

Wie sieht es mit der Mobilität unserer immer älter werdenden Bevölkerung, gerade hier im ländlichen Raum aus? Wir hier im Dorf haben es gut, aber von Isensee nach Osten, mit einem Rollator? Das mag ich mir nicht vorstellen. Und wenn ich mir den Verkehr so ansehe, oft befindet sich nur eine Person im Fahrzeug, da wäre noch Platz.


Ich habe noch viel mehr zu sagen, doch leider ist der Platz hier begrenzt, aber wenn Sie mich lassen ...